Mitgliederversammlung

Mitgliederversamlung

Die Corona-Pandemie hat nahezu alle Bereiche des Lebens beeinträchtigt, natürlich auch das der Golfer. In Bayern beispielsweise wurden präventiv die Golfplätze für etwa zwei Monate gesperrt, was die Golfspieler ärgerte, für die Clubs aber auch ein großes wirtschaftliches Problem bedeutete. Zu den Betroffenen gehörte auch der Golfclub Isarwinkel, der überdies seine für März angesetzte Hauptversammlung verschieben musste. Nun, im Oktober wurde die Zusammenkunft unter strikter Einhaltung der Corona-Regeln nachgeholt. Zu den Leidtragenden der Verschiebung gehörte etwa Schatzmeister Horst Ehrmann, der den Mitgliedern seine Planung für die Saison 2020 präsentieren musste, obwohl diese Spielzeit fast schon beendet ist und die Prognose erstellt wurde, als von Corona noch gar keine Rede gewesen war. Die Mitgliederzahl, die schon mal bei über 600 lag, ist zurück gegangen. Wie der Betriebsvergleich zeigt, an dem Ehrmann Jahr für Jahr teilnimmt, ist der GC Isarwinkel allerdings mit immer noch deutlich mehr als 500 Mitgliedern unter den Neun-Loch-Anlagen deutschlandweit „fast führend“. Der Bilanzverlust für 2019 beträgt etwa 60000 Euro, die allerdings zum Großteil durch Abschreibungen bedingt sind. Das bilanzielle Vermögen von mehr als einer halben Million ist Horst Ehrmann zufolge tatsächlich siebenstellig. In seinem Resümee kommt der Schatzmeister zu dem Urteil: „Wir sind sehr gesund finanziert, trotz eines ausgewiesenen Fehlbetrags kann man sehr zufrieden sein.“ 

In der für März kommenden Jahres geplanten Hauptversammlung werden natürlich die Corona-Folgen ein Thema sein, über die auch diesmal gesprochen wurde. Zwei Monate ohne Einnahmen und ohne die Möglichkeit, neue Mitglieder zu gewinnen, bei gleichzeitig weiter laufenden Kosten, haben Spuren hinterlassen. Alleine fürs Personal gibt der Club mehr als 210.000 Euro aus. Ein ähnlich dicker Brocken sind die Pachten. Deshalb habe es schon „sehr gutgetan“ , dass die Stadt dem Club die Pacht für zwei Monate stundete. Präsident Stefan Hartmann hat allerdings die Hoffnung auf einen Pachterlass noch nicht aufgegeben und kündigt einen erneuten Vorstoß an.

Bei den Ausgaben hat der Club wenig Spielraum, es handelt sich fast durchwegs um Fixkosten. Eine Möglichkeit, die Einnahmen zu steigern, ist eine einstimmig beschlossene Anhebung der seit fünf Jahren unveränderten Mitgliedsbeiträge. Jahresmitglieder bezahlen statt 1195 Euro künftig 1265 Euro, Festmitglieder statt 770 künftig 825 Euro. Heftig diskutiert wurde über die Gebühren für Festmitglied-Senioren. Denen hatte der Club (unter Verzicht auf ein Spielrecht am Wochenende) die Beiträge um 50 Prozent auf 385 Euro reduziert, ist dabei nach Auffassung der Vorstandschaft übers Ziel hinausgeschossen. Nun wurde eine Rücknahme auf 30 Prozent angeregt, was von den Betroffenen jedoch als heftige Beitragserhöhung (auf 577 Euro) wahrgenommen wurde und nicht ohne Reaktion blieb. Ein Ehepaar etwa legte brieflich Widerspruch ein und drohte mit Kündigung – nach mehr als 30 Jahren. Der Kompromiss der Versammlung: Die 46 Betroffenen bezahlen per anno „nur 100 Euro mehr, wer freiwillig die vorgeschlagenen 577 Euro überweist, darf auch am Wochenende golfen.

Die von Stefan Hartmann vorgetragene sportliche Bilanz fiel ausgesprochen erfreulich aus. Der Herrenmannschaft, eins von sieben Teams im Spielbetrieb, gelang der Durchmarsch von der Bezirks- über die Landes- bis in die Oberliga. Der GC Isarwinkel veranstaltete 45 Turniere, an denen Spieler aus 821 Clubs teilnahmen. 105 Mitglieder verbesserten dabei ihr Handicap. „Es ist viel Aufwand, aber wir machen es gerne“ sagte Stefan Hartmann, der einerseits klagte, „Corona hat sämtliche Planungen über den Haufen geworfen“, aber andererseits auch von einer positiven Auswirkung der Pandemie berichten konnte: „Obwohl uns zwei Monate fehlen, sind die Greenfee-Einnahmen 2020 höher als im Vorjahr. Die Leute bringen ihr Geld nicht nach Italien, sondern bleiben im Lande.“ Hans Staar

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